Tönnies Skandal GT

Kreis GT setzte gegen 23.485 Unterschriften und 83 Einwendungen die Schlachthoferweiterung durch.

Hier für die Medien und jedem zugänglich, die wichtigsten Stationen und Fakten.
Als Vorbemerkung muss gesagt werden, dass es bei allen genehmigungsrelevanten Bereichen, nur Gründe gab, die Erweitung des Schlachthofes  nicht zu  genehmigen !!
Der Verein Fairleben verfügt über das nahezu gesamte behördliche Material des Verfahrens, incl. vieler Einwendungen und hatte sich Ende 2018 auf eine Klage zusammen mit dem BUND  vorbereitet.

Am 8.11.17 wurden2018-30-10.nw.gt.gefaehrliche.bakterien.in.der.ems  Unterschriftlisten im Kreishaus abgegeben, die der Forderung Nachdruck verleihen, die Schlachthoferweiterung solange auszusetzen, bis untersucht wurde, wie die  multiresistenen Keime in den Fluss Ems kommen.


Übergabe von 7748 Unterschriften im Kreishaus Gütersloh.
Aktueller Stand Online Petition, August 2020: 15.737 Unterschriften !

Die CHANGE Petion:
https://www.change.org/p/nein-zur-kapazit%C3%A4tserweiterung-der-schlachtfabrik-t%C3%B6nnies-im-kreis-g%C3%BCtersloh

Die Gründe gegen die Kapazitätserweiterung

Die Abwässer
werden in den meisten Klärwerken nicht untersucht und gefiltert in Bezug auf die Stoffe, die durch die Tiermast in die Tiere und somit ins Wasser gelangen.
Vor allem Antibiotika und Multiresistente Keine gelangen in den Wasserkreislauf.
>Die Ruhr-Universität Bochum hat 2018 das Wasser in der Ems untersucht und  MULTIRESISTENTE KEIME gefunden.
Dies wurde vom Umweltschutzverband GNU und dem “Bündnis gegen die Tönnieserweiterung” der Presse vorgestellt.
Reaktion: nur  die “Gütersloher Faltbotgilde” an der Ems. hatte damit ein Problem. Die Behörden sagten aus, dass es ja nicht eindeutig bewiesen sei, dass die Keime vom  Schlachthof kommen. Sie haben es nicht für nötig befunden, die Einleitungen der Firma Tönnies zu prüfen !!!

Druckrohrleitung
Es gibt nur eine Abwasserleitung zum Klärwerk. Die Bezirksregierung Detmold bemängelte dass vor der Anhörung 2017 und zog diese Kritik dann wieder zurück.
Der Wasserverbrauch
Der Schlachthof verbraucht schon jetzt unendlich viel Wasser 6.500 m ³ täglich. Durch die Erweiterung kommen ca 1500m³ Wasser pro Tag hinzu.

Kalender der Firma Tönnies im Kreishaus GT
Im Kreishaus könnten während der Verfahrensdauer Akten eingesehen  werden. In dem betreffenden Zimmer der  Behörde hin ein Tönnieskalender an der  Wand. Die Mitarbeiter hatten ebenfall Kalender und  Schreibtischunterlagen der Firma Tönnies in ihren Büros. Siehe Bild:

Tierschutz
Laut der Tierschutzorganisation PETA sind die Schlachtungen nicht mit den Tierschutzgesetzen vereinbar. Von ihrer ersten Lebensstunde an leiden die Tiere unsäglich. Parteien wie DIE GRÜNEN und DIE LINKE aber auch weite Teile der Kirchen fordern das Ende der Massentierhaltung.

Klimaschutz
Die industrielle Fleischproduktion ist Klimakiller NR.1
Die Europäische Union hat Deutschland bereits wegen zu hoher Nitatwerte verklagt.
Durch die Ausweitung der Schlachtungen werden  sich weitere Mastbetriebe ansiedeln, das heißt mehr Gülle.
Die Tiertranzporte, der Import von Futtermittel aus Ländern in denen Menschen hungern, die schreckliche Urwaldzerstörung in Brasilien und anderswo geschieht um Flächen für Futtermittel auszuweiten.

Zahlreiche Klimaschutzabkommen existieren, aber es zeichnet sich ab, dass die lokalen Bestimmungen nicht ausreichen um Klimaschutz real umzusetzen.

Amoniak / Störfallverordnung / Havarie Konzept
Über 50 Tönnen Kühlmittel sind auf dem Firmengelände.
Dies bedarf einen Abstand zu den Wohnhäusern, der vermutlich weitaus größer  sein muss. Der Kreis hat als Verantwortlich, die Bezirksregieung Detmold genannt. Ein Havarie Konzept liegt nach unseren Informationen nicht vor.

Umweltverträglichkeitsprüfung
Für den größten Schlachthof Europas ist keine Umweltverträglichkeitsprüfung nötig ! Der Kreis GT und die Genehmigende Behörde haben mit dem Trick einer Umweltverträglichkeits-Vorprüfung, die eigentliche Prüfung abgelehnt.

Einwendungen gegen die Genehmigung
Unter den Einwendern befinden sich neben vielen Bürgern auch die großen Umweltverbände.

TÜF Gutachen
Die Gutachten wurden von der Firma Tönnies selbst beauftragt.
TüF Nord / DEKRA

Verkehrsbelastung
Durch die Kapazitätserweiterung steigt der LKW Verkehr von 467 auf 528 pro Tag.

Die Zeitung Neue Westfälische startete am 14.7.17 eine Umfrage

Die Leser wurden gefragt wo sie für oder gegen die Erweiterung des Schlachtkapazität bei Tönnies sind.
85,4 % stimmten gegen die Erweiterung

Presseberichte

cronologisch aufsteigend

Weitere beunruhigende Vorkommnisse

  • Kontrolle eines Tiertransportes zum Schlachthof Tönnies im Sommer 2019 bei Temperaturen von weit über 30 Grad mit dem Ergebnis, das einige der Tiere bereits während des Transportes gestorben sind. In dem Hitzesommer werden auch bei Außentemperaturen von fast 40 Grad weiterhin Tiere angeliefert.
  • Sommer 2019: Tönnies rassistische Äußerungen zu Afrikanern.
  • Der Landrat des Kreises GT; S.G.Adenauer bietet Gurken aus seiner Produktion im Tönnies Werksverkauf an.
  • Spenden von Tönnies an die CDU in Höhe von ca. 160.000 EURO – um Einfluss auf die Politik zu nehmen? Hier fällt auf, das die Spende im Jahr 2017, dem Jahr des Antrages auf Kapazitätserweiterung mit über 30.000 EURO besonders hoch war!
  • Siegmar Gabriel erhielt monatliche Honorare als Berater für das Exportgeschäft im Frühjahr 2020 bis kurz vor der Schließung des Werkes
  • Mit Tönnies Werkvertragsarbeitern z. T. voll besetzte Transportfahrzeuge, teilweise ohne Mund-Nasenschutz (fotographisch in der Zeit im Juni / Juli festgehalten)
  • Lockdown im Kreis Gütersloh und darüber hinaus aufgrund von über 1500 positiven Corona-Testergebnissen!
  • Anzeige Deutsches Tierschutzbüro über Missstände in einem „Zulieferbetrieb“ woraufhin dieser sofort von Anlieferungen ausgenommen wurde. (Warum wurde das erst wieder durch Tierschützer/Tierrechtler aufgedeckt. Warum werden solche Missstände nicht vom Veterinäramt aufgedeckt? Warum wurde der Zulieferer von Tönnies erst jetzt gesperrt, wo doch offensichtlich war, das diese Zustände schon seit längerem bestanden haben müssen. Hier ist ein Versagen der Behörden bei der Kontrolle auf den Höfen und im Schlachthof selbst auf jeden Fall angezeigt.)
  • Anzeige durch eine Privatperson im August 2020, nachdem festgestellt wurde, das Schweine in den Transportern bei über 30°C bei direkter Sonneneinstrahlung mind. ½ Std.  (prüfen) in der Warteschleife zur Anlieferung standen.

Leserbriefe nur ein kleiner Auszug, es gibt mittlerweile fast 100 Leserbriefe

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